Nun habe ich in meinem Blog schon lange nichts mehr veröffentlich, das vor allem daran liegt, dass ich nun am 1. September meine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin begonnen habe.
Zu meinen Sorgen von Blog “1. Arbeitstag” muss ich sagen, ich habe einen tollen Gruppenleiter, der mir am diesem Tag frei gegeben hat.
Ansonsten arbeite ich auf einer ganz tollen Gruppe mit neun Bewohnern und 4 Arbeitskollegen. Die Arbeitszeiten sind sehr gewöhnungsbedürftig, da wir nur zum Frühstück, Mittagessen und dann ab 17.00 bis 22.00 Uhr arbeiten. Das heisst, sehr viele Spätschichten, was sich sehr auf das Privatleben auswirkt, meine sozialen Kontakte sind sehr eingeschränkt, auch meinen Mann und meine Kinder sehr ich recht wenig. Gesellige Runden im Freundeskreis sind eher eine Ausnahme.
Die Fachschule ist recht anspruchsvoll, aber da mich die Themen sehr interessieren, fällt mir das lernen nicht schwer. In PML bereiten wir uns gerade auf die erste praktische Übung (PÜ) vor, welche ich am 20.10.2009 habe. Druckt mir doch alle die Daumen, dass es klappt
Die schriftliche Ausarbeitung der PÜ ist nicht einfach. Sie ist folgendermassen aufgebaut:
- personelle Vorüberlegung
- didaktische Vorüberlegung
- Ziele (Leitziel, 2 Grobziele, 4 Feinziele)
- methodisches Vorgehen
- Durchführung
- Abschluss
- Organisation und Planung
- vor der Durchführung
- zeitlicher Ablauf
Die schriftliche Ausführung sollte etwa 6 Seiten lang sein. Ich hatte rechte Schwierigkeiten bei der personellen Vorüberlegung, da ich meine Teilnehmer ja noch nicht so gut kenne, und ich die Eigenschaften in Bezug auf mein Bastelthema beschreiben soll. Auch der Punkt Ziele war schwer zu formelieren, aber Gott sei Dank habe ich auf der Gruppe nette Leute, die mir geholfen haben. Auch ist der Unterschied zwischen diktatische Vorüberlegung und methodisches Vorgehen schwer einzuordnen. Bei der diktatischen Vorüberlegung darf nun geschrieben werden, um “was” es sich in meinem Projekt handelt und warum, bei der methodischen handelt es sich um das “wie” und warum. Aber ich denke, ich habe meine schriftliche Ausführung für den Anfang ganz gut hinbekommen und bin schon gespannt, was meine Praxisanleiterin nächste Woche dazu sagt.
Ein sehr interessantes Fach ist Psychatrie. Wir haben einen tollen Lehrer, der jahrelang Psychiater auf einer geschlossenen Anstalt war. Bis jetzt haben wir gelernt, wie die Diagnose zu einer psychischen Krankheit gestellt wird. Auf dieses und weiter Themen möchte ich in extra Blogs eingehen (sofern es mir meine Zeit erlaubt)
Über meine Arbeit auf der Gruppe kann ich leider nicht viel erzählen, da ich ja der Schweigepflicht unterliege. Ich kann nur sagen, es ist toll, es ist manchmal recht schwierig, ich habe mir schon vielen Herausforderungen stellen müssen
Zu meinem Hobby stricken – es ist recht eingeschlafen, früher hab ich in der Woche zwei bis drei Paar Socken gestrickt, nun sind es ein Paar in sechs Wochen
Auch meine Themawahl in Bezug auf Bücher hat sich sehr geändert- meine Krimis und Thriller habe ich auf die Seite gelegt, nun lese ich Heilpädagogische Bücher, im Moment lese ich Bausteine der Erziehungswissenschaften Psychologie und Soziologie, ein sehr interessantes Buch in Bezug auf meine Ausbildung. Momentan bin ich noch bei der ersten Kapiteln – Leitbilder – in dem verschiedenen Personen, wie z.B Montessori, vorgestellt werden, die die Pädagogik und Erziehungswissenschaften sehr geprägt haben.
So, dies war ein kurzer Rückblick der letzten Wochen in Bezug auf meine Ausbildung, weitere Blogs mit thematischen Bezug folgen
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